Richtig Lizienzieren spart Geld

Eine richtige Lizenzierung erspart auf längere Sicht viel Geld.

 

Die Softwareanbieter haben auch gemerkt, dass sich mit der Kontrolle der richtigen Lizenzierung sehr viel Geld verdienen lässt. So lässt Microsoft beispielsweise momentan alle Enterprise Kunden überprüfen. Dies mit einem sogenannten SAM Projekt (Software Asset Management). So erhalten Enterprise Kunden ein Schreiben, in welchem sie aufgefordert werden innert 4 Wochen einen externen Partner für dieses SAM Projekt zu wählen und Microsoft zu kommunizieren. Wenn dann der Kunde über 5 % zu wenig Lizenzen hat, werden bereits Bussen ausgesprochen. Die bewegen sich meistens in der Höhe des Fehlbetrages. Also muss dann der Kunde erstens die fehlenden Lizenzen kaufen und nochmals gleichviel Geld als Busse bezahlen. Bei grösseren Fehlbeständen kann auch das sogenannte "Unfair Competition Laws" zur Anwendung kommen. Der fehlbaren Firma kann jegliches geschäftliches Engagement mit der USA verboten werden. Je nach Tätigkeits- und Geschäftsbereich kann diese gravierende Folgen für eine Firma haben.

 

Doch irgendwann in den nächsten Jahren wird der Bereich Enterprise Agreement vollständig SAM zertifiziert sein. Dies wird der Zeitpunkt sein, wo die kleinen Firmen und Homeuser an die Kasse kommen. Die Angaben hat Microsoft ja längst. Wenn ich den Store von Windows 10 benützen will, so brauche ich einen Microsoft Account. Dasselbe gilt für OneDrive oder Outlook.com. Wenn Sie mal dieses Konto genauer studieren werden Sie den Punkt Geräte darin finden. Ein Blick darauf zeigt alle Geräte mit welchen auf diese Konten zugegriffen werden. Wenn die Übertragung der Positionsdaten erlaubt ist, finde ich sogar die Adresse der Geräte. Mit dem Microsoftupdate (der ja aus Security Gründen zwingend ist) erhält Microsoft auch noch alle restlichen Informationen. 

 

Die Angaben über die benötigten Lizenzen hat Microsoft also bereits, das Einzige was noch fehlt ist die Kontrolle. 

 

Doch nicht nur Microsoft arbeitet so. Die meisten anderen Softwarehersteller ebenso. 

 

Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die kleinen Anwender einen Brief bekommen, den Nachweis ihrer verwendeten Lizenzen zu erbringen. 

 

Dummerweise ist das heutige Lizenzrecht sehr komplex. Hier ein kleines Beispiel.

 

Sie setzen 1 Server (Windows Server 2016 Standard) und 4 Client (Windows 10) ein und kaufen die entsprechenden Lizenzen. Im Wissen richtig Lizenziert zu sein, kümmern Sie sich wieder um das Kerngeschäft. Falsch gedacht. Damit Sie von den Clients auf den Server zugreifen dürfen, benötigen Sie noch für jeden der 4 Client einen sogenannten Clientcall. Dasselbe gilt übrigens auch für Türschliesssysteme, welche über ein Windows gesteuert werden. Wenn also jetzt so eine Kontrolle kommt, wird die dieses Fehlen der Client Call feststellen und den Nachkauf verlangen. Das kann sehr schnell um sehr viel Geld gehen. 

 

Dies ist übrigens auch Linux Bereich gleich. Sobald die Software kommerziell eingesetzt wird, ist diese Lizenzpflichtig. 

 

All dieses Wissen gehört nicht zur Allgemeinbildung oder Ihrem Kerngeschäft. ITCheck.ch hat dieses Wissen und hilft Ihnen gerne.